Schlagwort Archiv: tecLA

AAL-Projektpartner gesucht: Hochschule Harz startet Ausschreibung

Hochschule Harz

An dieser Stelle gestatten wir uns den Hinweis auf eine aktuelle Ausschreibung, die ggf. für die Unternehmen von Bloglesern/innen aus der Pflegebranche von Interesse sein könnte: Die Hochschule Harz sucht einen oder mehrere Partner für die Erprobung eines an der Hochschule entwickelten bzw. sich noch in der Entwicklung befindlichen AAL-Systems in der stationären sowie in der ambulanten Pflege (zwei Lose). Die vollständige Ausschreibung finden sich im e-Vergabe-Portal des Beschaffungsamts des Bundesinnenministeriums:

https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html;jsessionid=8BEF9F44DED7302BECC8AA53033E6C58?0&id=160258

Fragen zur Ausschreibung können an

Dr.-Ing. Matthias Haupt
Hochschule Harz
Friedrichstraße 57 – 59
38855 Wernigerode
Telefon: +49 3943 659365
Telefax: +49 3943 6595365
E-Mail: mhaupt@hs-harz.de

gerichtet werden.

Medizintechnik-Projekt „tecLA LSA“ gestartet

EFRE

(Pressemitteilung der Hochschule Harz vom 24.03.2017)

Hochschule Harz stellt sich demografischen Herausforderungen

Die Hochschule Harz entwickelt gemeinsam mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ein modulares unterstützendes Dienstleistungsportal für ältere Menschen im privaten Lebensbereich. Bei dem auf 3 Jahre angelegten Landesprojekt „Zielgruppenorientierte Entwicklung technischer Assistenzsysteme für selbstbestimmtes Leben im Alter“ – kurz: tecLA – steht ein nutzerfreundlicher Zugang zu innovativer Technik klar im Vordergrund.

Die personalisierten und den Bedürfnissen der Nutzer angepassten Assistenzsysteme beinhalten unter anderem Erinnerungsfunktionen (Einnahme von Medikamenten), sie fordern zu Handlungen auf (Durchführung eines Fitnessprogramms), sie trainieren intellektuelle Fähigkeiten für den Erhalt der geistigen Kapazität (Spiele) oder sie unterstützen die Fortbewegung zu Hause und im öffentlichen Raum.

„Ziel ist es, ein System zu entwickeln, das bereits bestehende Parameter zusammenfasst und miteinander verknüpft, gleichzeitig soll es leicht für ältere Menschen bedienbar sein“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert, Hochschullehrer am Wernigeröder Fachbereich Automatisierung und Informatik. Der Physiker ergänzt: „Altersbedingte Einschränkungen werden durch die Assistenzsysteme teilweise kompensiert – eine stationäre Pflege beschränkt sich dadurch auf die wirklich schweren Fälle.“

Das tecLA LSA Projekt richtet sich vorrangig an Menschen, die bisher keinerlei Berührungspunkte mit der Technik hatten – zukünftig sollen die Nutzer ein Smartphone oder Tablet ohne Probleme bedienen können. Projektmitarbeiter Dr. Matthias Haupt schätzt den Wert des marktfähigen Produkts hinsichtlich des demografischen Wandels sehr hoch ein: „Die Anwendung ist simpel und dennoch entsteht für die Zielgruppe ein klarer Mehrwert – alle Sensorsysteme sind bereits integriert, es muss nichts mehr installiert werden und man muss sich keine Gedanken über Kompatibilitätsprobleme machen“, berichtet der Ingenieur vom Photonic Communications Lab an der HS Harz.

Um eine hohe Nutzerakzeptanz zu erreichen, kooperieren die Wissenschaftler von Anfang an mit führenden Unternehmen der Pflege und Medizintechnik. Der Verbund aus Sozial- und technischen Wissenschaften, Medizin und Design sowie Anwendern aus der Praxis gewährleistet eine gesellschaftlich verantwortliche Vorgehensweise, die ethische wie rechtliche Fragen bei der Entwicklung des Assistenzsystems explizit berücksichtigt.

Finanziert wird dieses interdisziplinäre Forschungsvorhaben aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

http://tecla.hs-harz.de/