Schlagwort Archiv: Thomas Schatz

Beratungs-Know-How aus dem Harz im Enzkreis

Kurz notiert: Die Wohnraumberatung des Deutschen Roten Kreuz im Enzkreis in Baden-Württemberg gibt auf ihrer Webseite an, auf Basis des an der Hochschule Harz in Halberstadt entstandenen Buchs „Technikberatung für ältere Menschen“ von Prof. Dr. Birgit Apfelbaum, Nina Efker und Thomas Schatz zu arbeiten. Eine tolle Auszeichnung für die drei Autor*innen – und ein guter Indikator dafür, dass das dem Werk zugrundeliegende BMBF-Programm „Besser leben im Alter durch Technik“ – auch in Halberstadt gibt es ja eine aus diesem Programm hervorgegangene Beratungsstelle – zu in hohem Maße praxisrelevanten Ergebnissen geführt hat.

Wohnraumberatung

Neuerscheinung: Aufbau einer kommunalen Senioren-Technik-Beratung

Technikberatung

Technische Hilfsmittel zur Förderung von Selbständigkeit, Autonomie und gesellschaftlicher Teilhabe älterer Menschen werden auch bei zunehmendem Unterstützungsbedarf bisher nur wenig genutzt. Der kürzlich im Verlag des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. herausgegebene Leitfaden „Technikberatung für ältere Menschen und Angehörige: Praxis-Tipps für ein Serviceangebot in der Kommune“ will dies ändern. Die Autor*innen Birgit Apfelbaum (Hochschule Harz), Nina Efker (Stadt Solingen) und Thomas Schatz (Hochschule Harz) zeigen die Bedeutung einer kommunalen Technikberatung für Betroffene, ihre Angehörigen und das Gemeinwesen. Schritt für Schritt wird der Aufbau eines bedarfsorientierten Beratungsangebots dargestellt, begleitet von vielen praxiserprobten Tipps und Handlungsempfehlungen für eine zielgruppenorientiert Kommunikation.

Besonders wertvoll für interessierte, aber auf dem Technik-Gebiet bisher nicht aktiv gewordene Beratungsstellen ist die Übersicht erprobter Geräte jenseits aufwendiger Roboter- oder Smart Home-/AAL-Systeme. Das Handbuch wertet die Erfahrungen von Modellprojekten der Senioren-Technik-Beratung in deutschen Kommunen aus – darunter auch der Beratungsstelle hier in Halberstadt – und ist zu einem Preis von 15,90 EUR im Buchhandel, bei amazon oder im Fachbuch-Online-Shop des Deutschen Vereins unter diesem Link erhältlich.

Technikberatung für ältere Menschen und Angehörige

Vorstandswahlen und inhaltliche Neuausrichtung beim TECLA e.V.

Am 3. Dezember 2015 trafen sich die Mitglieder des Vereins TECLA (TEChnische PfLegeAssistenzsysteme) zur Jahreshauptversammlung im Wernigeröder Innovations- und Gründerzentrum. Auf der Agenda stand neben der Neuwahl des Vorstands auch eine wichtige Richtungsentscheidung: Der eingetragene Verein, der ursprünglich ins Leben gerufen wurde, um die Arbeit des von 2010 bis 2013 durch das BMBF geförderten NEMO-Netzwerks TECLA fortzusetzen, hat seit seiner Gründung kaum Aktivitäten entfaltet, da die ab 2014 in Halberstadt und Wanzleben-Börde für zwei Jahre durch das BMWi finanzierten Senioren-Technik-Beratungsstellen die Netzwerkarbeit größtenteils fortführen konnten. Nachdem nun in 2016 aber auch diese Förderung enden wird, war es an den Mitgliedern des Vereins zu entscheiden, ob die erfolgreich etablierten Beratungsangebote durch TECLA e.V. fortgeführt und auf andere Harzkreis-Kommunen ausgedehnt werden sollten – ein Vorschlag, der bereits nach kurzer Diskussion einstimmig angenommen wurde.

„Sowohl in Halberstadt als auch in Wanzleben-Börde haben wir in den vergangenen zwei Jahren die Erfahrung machen können, dass niederschwellige Beratungsangebote für ältere Menschen – etwa zur barrierefreien Umgestaltung von Wohnungen oder zu technischen Hilfen im Alltag – auf großes Interesse und eine stark positive Resonanz stoßen“, so Thomas Schatz, der die Beratungsstelle in Wanzleben-Börde leitet. „Auch wenn die Förderung beider Beratungsstellen im kommenden Jahr endet, wollen wir dieses wichtige Angebot nicht einfach wegfallen lassen, sondern über die Arbeit im Verein verstetigen.“ Eine solche Verstetigung bietet Vereinsvorstand Uwe Witczak zufolge auch die Chance, das bereits mit dem NEMO-Netzwerkprojekt ins Leben gerufene und über die Arbeit der kommunalen Beratungsstellen ausgebaute Netzwerk aus regionalen Unternehmen der Pflegewirtschaft, Wohnungswirtschaft, Medizintechnik und IT aufrechtzuerhalten: „Hier ist in den vergangenen Jahren eine Kooperation von großem Wert für den Harz entstanden.“

Neben der Grundsatzentscheidung über die Fortführung der Tätigkeit der beiden kommunalen Beratungsstellen, konnten im Rahmen der Jahreshauptversammlung drei neue Mitglieder in den Verein aufgenommen und eine Satzungsanpassung verabschiedet werden.

Dem für die nächsten zwei Jahre neu gewählten Vorstand des TECLA e.V. gehören an:

Über die für 2016 geplanten Veranstaltungen und Aktivitäten wird der Verein zu Jahresbeginn noch ausführlich auf den beiden Internetseiten http://www.mytecla.de und http://www.pflegenetzwerk-halberstadt.de informieren.

Vereinssitzung

Vereinsmitglieder diskutieren am Rande der Jahreshauptversammlung 2015 des TECLA e.V. miteinander.