TECLA e.V.

Machbarkeitsstudie zum Dorfladen der Zukunft ist Open Access erschienen

Regiomat

Vor dem Hintergrund nicht nur des demografischen, sondern auch des damit einhergehenden Strukturwandels im ländlichen Raum, ist die lokale Bedeutung der von engagierten Einzelpersonen, Vereinen oder Genossenschaften geführten Dorf- und Hofläden in vielen Kommunen merklich gestiegen. Gerade für ältere, erkrankte oder aus anderen Gründen weniger mobilere Menschen sind es häufig nur diese Angebote, die eine selbständige Versorgung vor Ort überhaupt noch ermöglichen. In deutlichem Kontrast zu diesem relativen Bedeutungsgewinn – nicht nur als letzte Nahversorgungsoption, sondern auch als sozialer Anlaufpunkt – steht jedoch die nach wie vor hohe Scheiternsrate gerade von Dorfläden. Diese hängt wesentlich mit deren oft eingeschränkten Öffnungszeiten zusammen – in einem Laden, der in der Woche nur an zwei Tagen für jeweils drei oder vier Stunden geöffnet ist, kaufen auf Dauer nur die ein, denen keine andere Versorgungsmöglichkeit mehr bleibt. Für den mobilen Teil der Bevölkerung sind solche Geschäfte allein schon aufgrund der Überschneidung von Öffnungs- und Arbeitszeiten kaum erreichbar – auch dann nicht, wenn man sie aus „lokalpatriotischen“ Gründen grundsätzlich gerne (und sogar bei Mehrkosten) nutzen würde.

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Vorschläge gemacht, wie man diesem Problem wohl Abhilfe schaffen könnte: Vom Präsenzbetrieb mit Ehrenamtlichen über reine Online-Versandlösungen bis zu logistischen Modellen, die Pflegedienste, Post und sogar ÖPNV in Transportketten für Waren des täglichen Bedarfs integrieren. Ein vielbeachteter Vorschlag besteht in der Erweiterung der Öffnungszeiten klassischer Dorfläden durch personalfreie Betriebszeiten, in denen Stammkundinnen und -Kunden etwa über eine Zugangskarte und einen PIN den Laden auch dann betreten und dort einkaufen können, wenn gerade kein/e Mitarbeiter*in vor Ort ist. Unter welchen wirtschaftlichen, technischen und warenlogistischen Rahmenbedingungen ein solches Konzept aufgehen kann, haben der Wernigeröder TECLA e.V. und die Hochschule Harz im Rahmen des LEADER-geförderten Projekts „DigiShop Harz – Dorfladen 2.0″ am Beispiel der unterversorgten Ortschaften im Bereich der LEADER-Region Harz untersucht. Die aus diesem Projekt resultierende Machbarkeitsstudie ist dieser Tage in der Schriftenreihe WAIT (Wernigeröder Automatisierungs- und Informatiktexte) Open Access – und damit kostenfrei zugänglich – erschienen.

T. Schatz, K. Vogel, P. Kußmann, C. Reinboth & U. Fischer-Hirchert: DigiShop Harz – Dorfladen 2.0: Machbarkeitsstudie, Wernigeröder Automatisierungs- und Informatiktexte (WAIT), Ausgabe 04/2021, Share_it – Open Access und Forschungsdaten-Repositorium der Hochschulbibliotheken in Sachsen-Anhalt, Halle, 2021. [DOI: 10.25673/37465]

Kostenfreier Download für PC und alle PDF-fähigen eBook-Reader ab sofort unter:

http://dx.doi.org/10.25673/37465

Cover DigiShop Harz - Dorfladen 2.0 Dieses Projekt wird unter der ZD-Nummer 158853700039 im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum des Landes Sachsen-Anhalt 2014 – 2020 (EPLR) gemäß der Maßnahme „Unterstützung für die lokale Entwicklung LEADER (CLLD)“ und im Schwerpunktbereich „Förderung der lokalen Entwicklung in ländlichen Gebieten“ aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert. Weitere Informationen finden sich unter https://europa.sachsen-anhalt.de.

Nächste Beratung des BZ Halberstadt am 11.04.2017

Das Beratungszentrum „Besser leben im Alter“ in Halberstadt wird seit dem Auslaufen der Förderung durch das BMBF im Jahr 2015 durch den Verein TECLA e.V. übernommen. Die nächste Beratung findet am 11.04.2017 von 15:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Rathaus der Stadt Halberstadt statt.

Kontakt zum Vorsitzenden des TECLA e.V.:

Uwe Witczak
Telefon: 0170 31885-53
E-Mail: witczak-halle@t-online.de

Anfragen oder Hinweise können Sie ebenfalls richten an:

Stadt Halberstadt
Unternehmerbüro / Neue Medien
Jörg Willeke
Telefon: 03941 5518-02
E-Mail: willeke@halberstadt.de

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Vorstandswahlen und inhaltliche Neuausrichtung beim TECLA e.V.

Am 3. Dezember 2015 trafen sich die Mitglieder des Vereins TECLA (TEChnische PfLegeAssistenzsysteme) zur Jahreshauptversammlung im Wernigeröder Innovations- und Gründerzentrum. Auf der Agenda stand neben der Neuwahl des Vorstands auch eine wichtige Richtungsentscheidung: Der eingetragene Verein, der ursprünglich ins Leben gerufen wurde, um die Arbeit des von 2010 bis 2013 durch das BMBF geförderten NEMO-Netzwerks TECLA fortzusetzen, hat seit seiner Gründung kaum Aktivitäten entfaltet, da die ab 2014 in Halberstadt und Wanzleben-Börde für zwei Jahre durch das BMWi finanzierten Senioren-Technik-Beratungsstellen die Netzwerkarbeit größtenteils fortführen konnten. Nachdem nun in 2016 aber auch diese Förderung enden wird, war es an den Mitgliedern des Vereins zu entscheiden, ob die erfolgreich etablierten Beratungsangebote durch TECLA e.V. fortgeführt und auf andere Harzkreis-Kommunen ausgedehnt werden sollten – ein Vorschlag, der bereits nach kurzer Diskussion einstimmig angenommen wurde.

„Sowohl in Halberstadt als auch in Wanzleben-Börde haben wir in den vergangenen zwei Jahren die Erfahrung machen können, dass niederschwellige Beratungsangebote für ältere Menschen – etwa zur barrierefreien Umgestaltung von Wohnungen oder zu technischen Hilfen im Alltag – auf großes Interesse und eine stark positive Resonanz stoßen“, so Thomas Schatz, der die Beratungsstelle in Wanzleben-Börde leitet. „Auch wenn die Förderung beider Beratungsstellen im kommenden Jahr endet, wollen wir dieses wichtige Angebot nicht einfach wegfallen lassen, sondern über die Arbeit im Verein verstetigen.“ Eine solche Verstetigung bietet Vereinsvorstand Uwe Witczak zufolge auch die Chance, das bereits mit dem NEMO-Netzwerkprojekt ins Leben gerufene und über die Arbeit der kommunalen Beratungsstellen ausgebaute Netzwerk aus regionalen Unternehmen der Pflegewirtschaft, Wohnungswirtschaft, Medizintechnik und IT aufrechtzuerhalten: „Hier ist in den vergangenen Jahren eine Kooperation von großem Wert für den Harz entstanden.“

Neben der Grundsatzentscheidung über die Fortführung der Tätigkeit der beiden kommunalen Beratungsstellen, konnten im Rahmen der Jahreshauptversammlung drei neue Mitglieder in den Verein aufgenommen und eine Satzungsanpassung verabschiedet werden.

Dem für die nächsten zwei Jahre neu gewählten Vorstand des TECLA e.V. gehören an:

Über die für 2016 geplanten Veranstaltungen und Aktivitäten wird der Verein zu Jahresbeginn noch ausführlich auf den beiden Internetseiten http://www.mytecla.de und http://www.pflegenetzwerk-halberstadt.de informieren.

Vereinssitzung

Vereinsmitglieder diskutieren am Rande der Jahreshauptversammlung 2015 des TECLA e.V. miteinander.