Kostenfreie Online-Weiterbildungen für Pflegekräfte an der HS Harz

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Pflege 4.0, AAL, Smart Homes, Smart Watches, Smart Devices, Internet der Dinge und natürlich alles nur streng datenschutzkonform – wer blickt da noch durch? Pflegefachkräfte, die sich über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für ihr Berufsfeld informieren möchten, finden im Internet inzwischen eine Vielzahl kostenpflichtiger wie kostenfreier Weiterbildungsangebote. Mit dem modularen Online-Kurs „Pflege 4.0“ des durch EU, Bund und Land finanzierten Zukunftszentrums für Digitale Arbeit in Sachsen-Anhalt kommt nun ein weiteres Angebot dazu, das sich zwar vorerst nur an Fachkräfte in Sachsen-Anhalt richtet, dafür aber drei Vorteile auf sich vereinen kann:

  • Die Inhalte wurden unabhängig von konkreten Anbietern von Pflegesoftware oder -technik durch ein Team der Hochschule Harz in Wernigerode erarbeitet – der Kurs „bewirbt“ also keinen speziellen Hersteller, sondern klärt neutral über die technischen Möglichkeiten auf.
  • Die Teilnahme ist sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber vollkommen kostenfrei.
  • Bei erfolgreicher Teilnahme (korrekte Beantwortung von mindestens 50% der über den gesamten Kurs gestreuten Quizfragen) erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein von der Hochschule ausgestelltes Zertifikat über die erworbenen Kenntnisse.

Die Vermittlung der Kursinhalte erfolgt über kurze (vier bis zehn Minuten) Lernvideos mit anschließenden Fragen zur Selbstkontrolle. Der Kurs ist modular aufgebaut, so dass man sich auch ausschließlich auf die Inhalte konzentrieren kann, die für die eigene Arbeit von praktischem Belang sind. Kurze und in sich abgeschlossene Lerneinheiten machen es zudem möglich, den Kurs auch dann sinnvoll zu nutzen, wenn man sich nur mal zwischendurch für 10 oder 15 Minuten in ein neues Thema „einhören“ möchte.

Die konkrete Liste der angebotenen Module umfasst:

Modul 1 – Überblick Pflege 4.0: Was ist überhaupt unter „Pflege 4.0“ zu verstehen – ist das nur ein Modebegriff, oder steckt wirklich etwas dahinter? Wie beeinflusst der ständige Zuwachs an digitalen Lösungen mein Berufsfeld? Welche gesetzlichen Grundlagen zur Nutzung digitaler Lösungen sind für mich von Bedeutung?

Modul 2 – Datensicherheit und Datenschutz: Wie viel „Angst“ muss ich mir wegen des Datenschutzes machen? Wie muss ich mich im Umgang mit Gesundheitsdaten verhalten, um auf keinen Fall abgemahnt werden zu können? Sollte ich vielleicht besser gar keine technischen Lösungen einsetzen, um auf der sicheren Seite zu sein?

Modul 3 – Technische Assistenzsysteme: Wie kann Technik ältere Menschen beim Erhalt ihrer Autonomie und Leistungsfähigkeit unterstützen – und wo kann sie die Pflege konkret entlasten? Welche Sorgen und Hemmschwellen haben ältere Menschen überhaupt im Umgang mit Technik – und wie lassen sie sich abbauen? Können Roboter wirklich Pflegeleistungen erbringen – ist das nicht viel zu teuer und außerdem menschenunwürdig? Und muss ich ernsthaft damit rechnen, dass mir irgendwann ein Roboter den Arbeitsplatz streitig macht?

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Modul 4 – Elektronische Dokumentation: Wie wirkt es sich auf meine tägliche Arbeit aus, wenn es statt einem Rezept zukünftig ein eRezept oder statt einer Patientenakte eine ePatientenakte gibt? Was wird dadurch besser – was schlechter? Wie lassen sich mit der elektronischen Erfassung von Vitaldaten Zeit sparen und Fehler vermeiden? Wie kann man die doppelte und dreifache Erfassung der immer gleichen Daten durch eine elektronische Dokumentation vermeiden und damit die „Zettelwirtschaft“ verschlanken?

Modul 5 – Kommunikationsnetze: Wie funktioniert eigentlich die Übertragung von Daten von A nach B in all diesen Systemen? Warum funktioniert sie manchmal nicht? Und wie kann ich mit diesem Problem dann umgehen?

Modul 6 – Weitere Hard- und Softwarelösungen: In diesem Modul werden verschiedenste weitere Soft- und Hardwarelösungen vorgestellt, die für die eigene Arbeit von Relevanz sein könnten, so beispielsweise Software für die Tourenplanung ambulanter Pflegedienste oder Systeme zum Management von Einkauf und Vorratshaltung in stationären Einrichtungen.

Wer in einer Pflegeeinrichtung in Sachsen-Anhalt arbeitet – egal, ob als Pflegefachkraft oder in einem anderen Berufsfeld – und sich für eines oder mehrere Module im Kursangebot „Pflege 4.0“ interessiert, kann sich jederzeit unter den unten stehenden Kontaktdaten an das Zukunftszentrum wenden und eine Freischaltung zur Teilnahme beantragen.

Isabell Steuding
Tel.: 03943 659 368
E-Mail:
isteuding@hs-harz.de

Weitere Informationen zu den sonstigen Kurs- und Beratungsangeboten des Zukunftszentrums finden sich auf der Zentrumsseite, eine detaillierte Modulbeschreibung zum Kursangebot „Pflege 4.0“ dagegen auf der Internetseite der Hochschule Harz.